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Die Küchenübernahme bei Mieterwechsel

    • Die Übernahme einer Küche ist hierzulande üblich. Zwar ist der Kauf einer gebrauchten Küche längst nicht so selbstverständlich wie z. B. in den USA, wo kaum jemand auf die Idee käme, die in der Mietwohnung eingebaute Küche beim Umzug mitzunehmen, doch hat sich in diesem Punkt in den vergangen Jahren auch hierzulande viel geändert.

      Natürlich ist es im Interesse des Nachmieters den Küchenkauf ordnungsgemäß abzuwickeln. Hierzu hat sich ein Übernahmevertrag bewährt, der sozusagen als Kaufvertrag gilt und den Zeitwert ausweist. Das Vertragformular wird entweder vom Vormieter oder vom Vermieter zur Verfügung gestellt. Idealerweise ist die pdf-Vorlage beschreibbar, so dass handschriftlich nur noch wenige Details ergänzt werden müssen.

      Wichtig: Bei Erwerb einer Eigentumswohnung sollte der Kaufpreis einer vorhandenen Küche keinesfalls im Kaufvertrag berücksichtigt werden da der Käufer in diesem Fall sonst mehr Grunderwerbssteuern als nötig zahlen würde.

      Doch Vorsicht: Ausziehende Mieter versuchen leider häufig, mit längst abgewohnten Einrichtungsgegenständen Schnäppchen zu machen. Oft bleibt Interessenten, die die “Traumwohnung” unbedingt haben wollen, nichts anderes übrig, als darauf einzugehen.

    • Dabei ist vom Gesetzgeber ganz klar geregelt, dass Ablösebeträge und gebrauchte Einrichtungsgegenstände wie Küchen in einem angemessenen Verhältnis stehen müssen. Der Preis für Küchen darf demnach nicht in krassem Missverhältnis zum aktuellen Marktwert stehen, sondern die übernommenen Möbel müssen ihr Geld in etwa auch wert sein. Der Marktwert, auch Zeitwert genannt, kann anhand von Neupreis, Alter und Zustand der Küchen nur geschätzt werden. Im Streitfall empfiehlt es sich, durch einen Sachverständigen den Wert feststellen zu lassen. Verträge, die Verkäufe von minderwertigem Mobiliar zu Spitzenpreisen vorsehen, sind nicht zulässig.

So werden Sie nicht über den Tisch gezogen:

Bevor Sie Ihrem Vormieter die Einbauküche abkaufen, klären Sie mit dem Vermieter, ob der Einbau der Küche mit seinem Einverständnis erfolgte. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie die Küche bei Ihrem Auszug aus der Wohnung auf eigene Kosten beseitigen müssen. Wer also auf Nummer sicher gehen will, informiert den Vermieter, trifft die Ablösevereinbarung schriftlich und übergibt sie dem Vermieter zur Kenntnis.

Prüfen Sie genau den Zustand der Küche. umzugsratgeber.net zeigt Ihnen Schwachstellen einer Küche. Können Sie sich mit dem Vormieter über den Zeitwert nicht einigen, ziehen Sie einen Gutachter hinzu. Lassen Sie sich die Originalrechnung der Küche zeigen, denn nur so können Sie Neupreis und Alter feststellen.

Nicht jede überzogene Preisforderung des Vormieters macht die Ablösevereinbarung unwirksam. Ein auffälliges Missverhältnis liegt dann vor, wenn der Preis mehr als 50 Prozent über dem Zeitwert der Möbelstücke liegt. Das heißt, 50 Prozent Aufschlag sind noch im Rahmen. Ein Beispiel: Gezahlt wurden für Einbauküche und Möbel 6.000 €. Der Zeitwert beträgt jedoch nur 2.500 €. Ein 50-prozentiger Aufschlag auf den Zeitwert – also 1.250 € – ist zulässig. Das heißt, die Vereinbarung ist bis zu einem Betrag von 3.750 € gültig. Die restlichen 2.500 € können innerhalb von vier Jahren zurückverlangt werden.

Lesenswert: Die neue Mieterbund-Broschüre “Geld sparen beim Umzug” hilft, derart teure Fehler zu vermeiden. Die Broschüre kostet 5,00 Euro und ist bei allen örtlichen Mietervereinen erhältlich. Sie können sie auch direkt im Internet bestellen.

So rüsten Sie sich für den Streitfall: Schließen Sie immer einen Kaufvertrag ab, damit Sie im Falle eines Falles nachweisen können, dass Sie zu viel gezahlt haben. Der Vertrag sollte neben dem Kaufdatum und dem gezahlten Betrag auch eine Auflistung der erworbenen Einrichtungsgegenstände mit Angabe des Neupreises und des Alters enthalten. Idealerweise fügen Sie dem Vertrag auch Fotos der gekauften Küche und eine Kopie der Originalrechnung hinzu.

Küchenherde

Jahre des Gebrauchs hinterlassen in Küchen ihre Spuren. Viele Wohnungssuchende übernehmen Küchen ihrer Vormieter jedoch, ohne sie vorher auf Verschleißspuren zu überprüfen. Bei der ersten Wohnungsbesichtigung werden viele Interessenten schnell durch die Wohnung geschleust und unter den kritischen Blicken von Maklern und Vermietern ist genaues Hinsehen kaum möglich. Daher empfiehlt es sich, als auserkorener neuer Mieter der Wohnung einen weiteren Besichtigungstermin mit dem Vormieter auszumachen, um die Küche genauer unter die Lupe nehmen zu können.

Daran erkennen Sie Schwachstellen einer Küche:

  • Lassen sich Schubladen und Schranktüren problemlos öffnen und schließen?
  • Sind Tür- und Schubladengriffe sowie Scharniere beschädigt oder gelockert?
  • Werden Herdplatten und Backofen heiß und funktionieren die Kontrolllämpchen?
  • Funktionieren Licht und Motor der Dunstabzugshaube?
  • Sind Herdplatten, Backofen und –Zubehör gereinigt?
  • Wann wurde der Filter zum letzten Mal ausgewechselt?
  • Lässt sich der Kühlschrank regulieren und brennt das Licht beim Öffnen?
  • Sind Armaturen und Mischbatterien verkalkt?
  • Sind Wasserhähne, Hebel oder Schwenkarme schwer verstellbar?
  • Läuft das Wasser unregelmäßig aus dem Strahlregler?
  • Sind Wasserhähne, Hebel oder Schwenkarme schwer verstellbar?
  • Ist der Abfluss verstopft?
  • Hat der Wasserabfluss ein Leck?
  • Ist die Arbeitsplatte zerkratzt oder weist sie Brandstellen auf?
  • Lösen sich geklebte Folienoberflächen von Fronten, Leisten oder Arbeitsplatten
  • Befindet sich auf Oberschränken eine hartnäckige Staub- und Fettschicht?
  • Sind die Abdichtungen zur Wand noch einwandfrei?

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