Der große Küchenratgeber von Planung bis Montage.

JETZT ANFRAGEN!

Ergonomisch, technisch, praktisch, gut

Hier gelangen Sie wieder zum Register.

Die Höhe der Arbeitsflächen spielt in Küchen eine wesentliche Rolle. Allgemein gelten heute Arbeitshöhen zwischen 85 und 95 cm als optimal, sollten jedoch unbedingt auf die Hauptarbeitsperson abgestimmt werden.

    Kalkulierbar: Im Küchenhandel gibt es Tabellen, die je nach Körpergröße die ideale Arbeitshöhe aufführen. Außerdem kann anhand sogenannter Ergonomie-Planungsscheiben sogar die beste Arbeitshöhe für zwei unterschiedlich große Arbeitspersonen ermittelt werden.

    Tipp: Um die Arbeitshaltung variieren zu können und so Beine und Rücken zu entlasten, gibt es Stehsitze oder Stehhilfen. Auch die Einrichtung eines Sitzarbeitsplatzes ist empfehlenswert.

    Sehen trendy aus und sind ergonomisch ideal für Topfgucker und Umrührer: abgesenkte Kochfelder. Verkrampfte Arme, strapazierte Handgelenke und Zehenspitzenstehen gehören damit der Vergangenheit an. Als besonders rückenfreundlich gelten Spülbereiche, die circa 15 cm höher als die allgemeine Arbeitshöhe sind. Werden die Küchen mit Geschirrspülmaschinen ausgestattet, lohnt es sich vielleicht nicht, in eine Erhöhung des Spülbereichs zu investieren. Bedenken Sie also, wie viel bzw. wenig Zeit Sie an der Spüle verbringen.

    Körperliche Konstitution: Wenn Sie eine größere Entrümpelungsaktion planen und/oder generell schon körperlich angeschlagen sind, sollten Sie bedenken, dass eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit nötig ist, um die Entrümpelung schnell und vor allem auch sicher durchführen zu können. Um sich zu entlasten, können Sie entweder Freunde und Verwandte um Hilfe bitten oder die Aufgabe an ein Unternehmen abgeben.

    Sicherheit: Bei abgesenkten Kochstellen sollte aus Sicherheitsgründen auf beiden Seiten jeweils mindestens 30 cm Arbeitsfläche auf gleicher Höhe eingeplant werden. Überkochende Töpfe können so schnell und gefahrlos zur Seite gezogen werden.

    Praktisch: Wenn genug Platz vorhanden ist, beugen Sie durch nebeneinander oder trapezförmig angeordnete Kochzonen Verbrennungen durch dampfende Töpfe und spritzende Pfannen vor.

    Hinweis: Absenken oder Erhöhen einzelner Arbeitsbereiche unterbricht die durchgehende Arbeitsfläche. Besonders bei kleinen Küchen wirkt sich dies optisch und arbeitstechnisch eher negativ aus. Alternativen sind elektrisch höhenverstellbare Arbeits-, Koch- und Spülbereiche.

Hier gelangen Sie wieder zum Register.

Den optimalen Blick in die Röhre gewährleisten in Hochschränken eingebaute Backöfen und Mikrowellen. Be- und Entladen ist damit spielend und ohne gekrümmten Rücken möglich. Mit Sicherheit eine gute Entscheidung, insbesondere auch bei Haushalten mit Kindern. Was sind statistisch gesehen die am meisten geöffneten Haushaltsgeräte? Nein, Kühlschränke sind es nicht, sondern Geschirrspülmaschinen. Viele der heutigen Modelle lassen sich in erhöhter Position unterbringen und Verbeugungen entfallen. Auch der Kniefall vor Kühlschränken ist passé, wenn Frisches an höhere Stelle kommt.

    Tipp: Kühlschränke mit Auszugswägen sind eine echte Alternative, wenn eine erhöhte Positionierung nicht möglich ist

Hier gelangen Sie wieder zum Register.

Wer hat noch nicht im hintersten Winkel der Schränke Dinge gesucht oder entdeckt, die schon lang als verschollen galten? Voll ausziehbare Schubladenelemente und Apothekerschränke beinhalten alles übersichtlich und gut erreichbar. Die stehend gut erreichbaren Fachhöhen in Oberschränken liegen rund 5 cm über der Körpergröße. Denken Sie beim Planen und Einräumen der Küche daran, dass die wichtigsten Utensilien gut greifbar in Ihrer Nähe sind.

Rat: Schwere Gegenstände in Hochschränken immer unterhalb der Höhe des Schultergelenks lagern, sonst wird der Rücken beim Herausheben zu sehr belastet.

Eine Überlegung wert: Wenn Sie viel und häufig kochen, sind vielleicht offene Regale für Sie vorteilhafter als Schränke, deren Türen im Weg sind

Tipp: Manche Unterschränke haben integrierte Sockeltrittleitern. Praktisch und sicher, weil gefährliche Kletterpartien nicht mehr stattfinden.